Als Greta Thunberg sich am Freitag vor eine Kamera setzte, um zu erklären, sie fordere "einen sofortigen Waffenstillstand, Gerechtigkeit und Freiheit für Palästina und alle beteiligten Zivilisten", unterlief ihr ein Fehler. Sie hatte einen kleinen Stoffkraken im Bild platziert, das könne, schrieb sie später, nachdem sie das Foto gelöscht hatte, als ein antisemitisches Symbol aufgefasst werden, so sei es aber nicht gemeint gewesen, tatsächlich handele es sich um ein Spielzeug, das autistische Menschen wie sie benutzten, um Gefühle auszudrücken. Greta und ihre Freundinnen nahmen also noch mal Platz und hielten die Pappschilder ein zweites Mal in die Kamera. "Stand with Gaza", hatte Thunberg auf ihres geschrieben, auf einem anderen stand: "Free Palestine".
Antisemitismus und LinkeDu, Greta?
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Die internationale Linke war nach den Massakern der Hamas an Juden eiskalt - nun solidarisiert sich Greta Thunberg nur mit den Palästinensern. Chronik einer historischen Verirrung.
Essay von Philipp Bovermann
