Von den quälenden Erinnerungen an diese Schaumord-Veranstaltungen sollte er auch noch in Amerika bei seinen Profikämpfen regelmäßig heimgesucht werden.

Während der letzten Kriegstage, auf dem Todesmarsch aus einem schlesischen Lager in Richtung Bayern, gelingt Hertzko dann die Flucht. Er wird von amerikanischen Offizieren aufgegriffen und bald schon - wieder eine seiner schrillen Sonderrollen - mit der seltsamen Aufgabe betraut, in einer ehemals jüdischen Villa in Straubing, in der zuletzt Nazi-Parteibonzen residiert hatten, mit deutschen Frauen eine Art Bordell für GIs einzurichten.

Bild: Carlsen Verlag 27. Juli 2012, 15:122012-07-27 15:12:05 © Süddeutsche Zeitung vom 27.07.2012/pak