IdeengeschichteHier wurde Geistespolitik gemacht

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Eine aufgeklärte Herrschaft, ein gebildeter niederer Adel und eine vergleichsweise hohe Zahl an Intellektuellen: Blick auf Gotha und Schloss Friedenstein, einstige Residenz der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha.
Eine aufgeklärte Herrschaft, ein gebildeter niederer Adel und eine vergleichsweise hohe Zahl an Intellektuellen: Blick auf Gotha und Schloss Friedenstein, einstige Residenz der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha. Bodo Schackow

Weimar und Jena sind als intellektuelle Hauptstädte der deutschen Aufklärung weltbekannt. Gotha nicht. Das sollte sich dringend ändern.

Von Thomas Steinfeld

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Acht Residenzstädte gibt es in Thüringen. Als solche bestanden sie bis ins frühe 20. Jahrhundert. So lange erhielt sich die Kleinstaaterei in Deutschlands Mitte. Aber nur eine Stadt, nämlich Weimar, ist nach wie vor eine große Attraktion, was zwar auch am Ort selbst liegt, vor allem aber an einigen seiner früheren Bewohner, an Wieland, Goethe, Herder und Schiller. Wen zieht es nach Sondershausen, nach Altenburg, gar nach Greiz? Kaum, dass die Historiker regelmäßig vorbeischauten. Nun ändern sich allerdings die Verhältnisse, wie es scheint, für Gotha.

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