bedeckt München 28°

Götz George:Zum Tod eines Unersetzlichen

Goetz George,  | Goetz George

"Die Zuwendung, die ich bekomme, hat mit meinem Alter zu tun. Da werden sie immer sentimental, die Deutschen": Götz George im Jahr 2005.

(Foto: Regina Schmeken/SZ Photo/laif)

Keiner hat deutsche Geschichte und Geschichten berührender erzählt als Götz George. Über einen großen Schauspieler, der vom Publikum geliebt und missverstanden wurde.

Eine Erinnerung also an Götz George, drei Sommer her, ein Gespräch im Frühstücksraum eines Hotels in Köln. Man hatte - und es ist immer Ausdruck innerer Anspannung, wenn man es so macht - sämtliche Fragen Wort für Wort auf zwei Zettel geschrieben, zur Sicherheit. Die Vorbereitung auf ein Gespräch erzählt ja schon etwas über das Verhältnis eines Journalisten zu dem Menschen, dem er begegnen wird. Man wird schließlich gewarnt vor einem wie ihm: Der ist schwierig. Der steht auf und geht, wenn ihm was nicht passt. Götz George saß einem gegenüber, und wenn das Gespräch dann ein angenehmes Gespräch wurde, oder ein für ihn immerhin erträgliches, lag es auch an diesen Zetteln, die George als erstes ansah und ein Stück zu sich rüberzog, und die ihm etwas mitteilten, was ihn milde werden ließ.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Sommerwetter in Sachsen - Freibad
Freibadsaison
Exklusiver Badespaß
Karoline Preisler FDP Barth Coronavirus Patientin
Covid-19
"Es ging schnell und heftig zu mit Corona"
Kann man Selbstdisziplin lernen? Wendy Wood im Interview
Psychologie
Kann man Selbstdisziplin lernen?
Virus-stricken Dutch cruise ship expected to reach Florida's coasts after stand-off over permission to dock
USA
Wie das Coronavirus Amerika infizierte
Corona Simulation Teaser Storytelling grau
Coronavirus
Der lange Weg durch die Pandemie
Zur SZ-Startseite