Wenige Orte verkörpern, ja symbolisieren die reichen wie wechselreichen, bisweilen äußerst komplizierten deutsch-französischen Beziehungen so eindrucksvoll wie Straßburg. Georg Büchner und zahlreiche andere politisch verfolgte Deutsche fanden hier in den Zwanzigern bis Vierzigern des 19. Jahrhunderts großherzig Zuflucht. Bereits für den "Sturm und Drang" war die Stadt ein frühes Zentrum der Bewegung, Lenz und Herder haben hier gewirkt. Als prominentester deutscher Amoureux der Stadt rangiert aber sicherlich Goethe, seine grenzenlose Begeisterung für das Straßburger Münster machte den gotischen Stil erst populär.
Schließung von Goethe-InstitutenBaerbocks Verachtung
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Die deutsch-französischen Beziehungen sind am Tiefpunkt: Auch deshalb zeugt die Schließung von neun Goethe-Instituten, etwa in Straßburg und Bordeaux, von katastrophaler Ignoranz.
Gastbeitrag von Jörg Bong
