Interview:„An eine derart ernste Herausforderung des Westens wie heute kann ich mich nicht erinnern“

Lesezeit: 9 min

"Wäre Frieden ein Synonym für die Kapitulation der Ukraine oder eine Belohnung der russischen Aggression?": Heinrich August Winkler. (Foto: Sebastian Gabsch/Sebastian Gabsch)

Heinrich August Winkler, der bekannteste deutsche Zeithistoriker, fordert von der SPD angesichts des Kriegs in der Ukraine mehr Pistorius und weniger Scholz – und wirft auch der Union vor, die Gefahr durch Putins Russland lange ignoriert zu haben.

Interview von Daniel Brössler, Georg Ismar, Joachim Käppner

Heinrich August Winkler hat als Treffpunkt sein Stammcafé vorgeschlagen, draußen am Rande des Grunewalds. Das Haus am Waldsee ist ein bekannter Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst, vor allem für Künstler, die nach dem Mauerfall nach Berlin gekommen sind. Mühelos schafft es der 85-Jährige die zwei Stockwerke hoch ins Studio. Der wohl bekannteste deutsche Historiker hat jede Zahl parat, kein Manuskript. Es entwickelt sich ein Gespräch, das recht schonungslos ist. Auch für den amtierenden Bundeskanzler.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusEuropawahl am 9. Juni
:Die Familie und ich

Mein Vater hat 1944 bei Metz auf Franzosen geschossen, mein Großvater 1916 in der Gegend von Verdun, dessen Großonkel 1870 bei Sedan. Und heute? Ein Lob auf das Europa, in dem wir leben.

Essay von Kurt Kister

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: