Heinrich August Winkler hat als Treffpunkt sein Stammcafé vorgeschlagen, draußen am Rande des Grunewalds. Das Haus am Waldsee ist ein bekannter Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst, vor allem für Künstler, die nach dem Mauerfall nach Berlin gekommen sind. Mühelos schafft es der 85-Jährige die zwei Stockwerke hoch ins Studio. Der wohl bekannteste deutsche Historiker hat jede Zahl parat, kein Manuskript. Es entwickelt sich ein Gespräch, das recht schonungslos ist. Auch für den amtierenden Bundeskanzler.
Interview„An eine derart ernste Herausforderung des Westens wie heute kann ich mich nicht erinnern“
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Heinrich August Winkler, der bekannteste deutsche Zeithistoriker, fordert von der SPD angesichts des Kriegs in der Ukraine mehr Pistorius und weniger Scholz – und wirft auch der Union vor, die Gefahr durch Putins Russland lange ignoriert zu haben.
Interview von Daniel Brössler, Georg Ismar, Joachim Käppner
