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Geschichte der Berlinale:Rückblick

Der Neubeginn

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Das Berlinale-Logo auf einer Fensterscheibe vor dem Potsdamer Platz.

(Foto: Foto: AP)

Seit 2000 ist der neu gebaute Potsdamer Platz Dreh- und Angelpunkt des Festivals. Unter dem neuen Festivalleiter Dieter Kosslick kehrten die internationalen Stars in die deutsche Hauptstadt zurück und die Deutschen Filme bekamen mehr Platz auf der Leinwand: Kosslick führte die neue Reihe Perspektive Deutsches Kino ein.

Zwar steht die Berlinale noch immer im Schatten der wesentlich glamouröseren, alteingesessenen Filmfestspiele in Cannes und Vendig und auch die Oscar Verleihung, die beinahe zeitgelich stattfindet zieht einiges an Aufmerksamkeit und Stars ab. Manchmal hat die Berlinale aber auch die Nase vorn, wie im Fall von Paradise Now:

Der Film des Palästinensers Hany Abu-Assad war eines der ersten Förderprojekte des 2004 von der Bundeskulturstiftung und der Berlinale gegründeten World Cinema Funds. Auf der Berlinale 2005 wurde die Geschichte zweier palästinensicher Selbstmordattentäter als Wettberwerbsbeitrag mit dem "Blauen Engel" für den besten europäschen Film ausgezeichnet.

Jetzt, ein Jahr später, kam der Film auch in Hollywood zu Ehren: Er wurde in diesem Jahr mit dem Golden Globe für den besten nicht-englischsprachigen Film ausgezeichnet - und ist damit ein heißer Kandidat für die Oscar-Verleihung.