BuchmarktPlötzlich hat Günter Grass keinen Verlag mehr

Lesezeit: 4 Min.

Verleger Gerhard Steidl (li.) mit Günter Grass im Jahr 2006: Über die Rechte an den Werken, heißt es von der Grass-Stiftung aus Lübeck, führe man gerade „Gespräche mit einem anderen Verlag“. Grass starb 2015.
Verleger Gerhard Steidl (li.) mit Günter Grass im Jahr 2006: Über die Rechte an den Werken, heißt es von der Grass-Stiftung aus Lübeck, führe man gerade „Gespräche mit einem anderen Verlag“. Grass starb 2015.
imago stock/Hoffmann

Der weltweit einzigartige Büchermacher Gerhard Steidl hat ein erhebliches Liquiditätsproblem, Mitarbeiter haben über Monate keine Gehälter bekommen. Sind das die Auswirkungen einer Branchenkrise?

Von Marie Schmidt

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Der Steidl Verlag ist einzigartig auf der Welt, und er befindet sich in Göttingen, ausgerechnet. Seit fast sechzig Jahren macht Gerhard Steidl dort Bücher über Kunst und Fotografie, die selbst Kunstwerke sind: Papierqualität, Druck, Farben, Buchbinderei, alles aus der Hand des Verlegers mit höchsten Qualitätsansprüchen. Robert Frank, Richard Serra, Juergen Teller, Künstler von dieser Geltung kamen für ihre Bücher zu ihm.

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