Gerhard Richter in Dresden und Potsdam:Serielle Schönheit

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Als habe es sich selbst gemalt: Gerhard Richter ist zur Zeit omnipräsent. Wie der Maler mit der Abstraktion umgeht, zeigen zwei Ausstellungen in Dresden und Potsdam.

Von Peter Richter

Je häufiger man Gerhard Richter sieht, desto unterhaltsamer wird es. Und man sieht viel Gerhard Richter in letzter Zeit - sowohl das Werk, das mit seinem Namen synonym geworden ist, als auch den Mann selbst. Wie das denn für ihn sei, dauernd als bedeutendster deutscher Künstler tituliert zu werden und ständig in so viele Kameras und Blitzlichter zu blicken, wurde er bei der Eröffnung seiner neuesten Ausstellung in Potsdam gefragt. Worauf er vergnügt antwortete, so sei das nun mal, womit er sehr entschieden vor allem den ersten Teil der Frage beantworten zu wollen schien - auch dies ein echter Gerhard Richter. Vielleicht wäre es generell an der Zeit, Richters einsilbige Zurechtrückungen andachtsvoll raunender Erkundigungen mal mit in den Catalogue Raisonné aufzunehmen; er macht das ja schon immer so.

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