NachrufDer große Renitente

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Der oft harsch auftretende Baselitz bezeichnete sich selbst als „wenig friedliebend“ oder „vollständig verqueren, verbohrten, renitenten Typ“.
Der oft harsch auftretende Baselitz bezeichnete sich selbst als „wenig friedliebend“ oder „vollständig verqueren, verbohrten, renitenten Typ“. Andrea Merola/imago images

Georg Baselitz kam aus der DDR nach West-Berlin und wurde zum deutschen Kunsthelden. Er provozierte mit seinen Themen, seinem aggressiven Malstil und seinen auf den Kopf gestellten Figuren. Jetzt ist er im Alter von 88 Jahren gestorben.

Von Till Briegleb

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Es war nicht alles erfolgreich, was Georg Baselitz in seinem Leben angefasst hat. Seine Serie mit Hundebildern, die er um die Jahrtausendwende malte, wollte niemand kaufen. Sie verstaubte bei ihm im Lager. Und am Beginn seiner Karriere trieb ihn ganz wesentlich der Neid auf andere Maler wie Gerhard Richter und Sigmar Polke, die schneller Erfolg hatten als er. Besonders im europäischen Ausland wurde der Hang der deutschen Neo-Expressiven der Nachkriegszeit zu nationalen Themen und ihre Bearbeitung in grober Kräftigkeit – wofür Baselitz mit seiner kaputten „Helden“-Serie Mitte der Sechziger als Paradebeispiel galt – mit einer gewissen Skepsis verfolgt. In Deutschland dagegen führte diese robuste Art zum Ziel, als gewollter Skandal.

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Malerei
:„Es gibt keinen Künstler, der so angefeindet wurde wie ich“

Georg Baselitz  gilt als einer der wichtigsten deutschen Gegenwartsmaler. Ein Gespräch zu seinem 88. Geburtstag – über Hass als Antrieb und die Freiheit nach dem Entschluss, die Welt auf den Kopf zu stellen.

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