Erbgang:Wie die Taubheit nach Al-Sayyid kam

Sein Vater ist der Mann auf dem Video, das die Linguisten zum Ursprung der Sprache geführt hat.

6 Bilder

Gene und Gebärden - Erbgang

Quelle: Illustration: Jessy Asmus/ SZ.de

1 / 6

Saleh erzählt die Geschichte so: Ein Beduine verlässt Mitte des 19. Jahrhunderts seine Heimat in Ägypten, weil er Streit mit seinen Brüdern hatte. Er flieht nach Palästina und kommt in die Negevwüste.

Gene und Gebärden - Erbgang

Quelle: Illustration: Jessy Asmus/ SZ.de

2 / 6

Ohne es zu wissen, trägt der Mann die Mutation in sich: Auf dem Gen Connexin 26 fehlt ein G an Position 35. Er heiratet in seiner neuen Heimat eine Frau, die die Mutation nicht trägt.

Gene und Gebärden - Erbgang

Quelle: Illustration: Jessy Asmus/ SZ.de

3 / 6

Die beiden bekommen mehrere Kinder. Alle sind gesund, aber manche tragen die Mutation in sich. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 50 Prozent.

Gene und Gebärden - Erbgang

Quelle: Illustration: Jessy Asmus/ SZ.de

4 / 6

Die Kinder heiraten - und zwar alle Partner, die nicht träger der Mutation sind.

-

Quelle: Illustration: Jessy Asmus / SZ.de

5 / 6

Aus der Familie wächst ein Dorf. Der alte Beduine hat nun viele Enkelkinder. Alle können hören, aber viele tragen die Mutation in ihrem Erbgut.

-

Quelle: Illustration: Jessy Asmus / SZ.de

6 / 6

Viele der Enkel heiraten untereinander und bekommen Kinder. Das ist in den 20er- und 30-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Im Erbgut mancher dieser Kinder liegt der Gendefekt des Beduinen nun doppelt vor - sie werden taub geboren. "Die erste Generation", nennen sie die Forscher. Eines dieser Kinder war Salehs Vater.

© SZ.de
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB