bedeckt München 12°

Gegenwartsliteratur:Subkutan explosiv

Kann man so erzählen, wie Godard filmt? Katerina Poladjans kühner Roman "Vielleicht Marseille".

Von Insa Wilke

Warum in Zeiten wie diesen ein Kammerspiel lesen, wie es die Schriftstellerin und Schauspielerin Katerina Poladjan in ihrem zweiten Roman "Vielleicht Marseille" inszeniert? Berechtigte Frage, denn Bücher, auch so schmale, kosten Lebenszeit, in der man denken und handeln, für ein mit unserer Verfassung vereinbares Asylrecht eintreten und gegen Terrorismus, bürgerlichen Kleinmut und rassistischen Stumpfsinn demonstrieren kann. Poladjans Roman hat mit all dem nichts zu tun. Sein Plot ist mit drei Worten umschrieben: Frau trifft Mann. Zwei Fremde begegnen sich und reden ernsthaft miteinander. So einfach und so utopisch ist die Situation.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Holocaust survivors attend the 71st anniversary of the liberation of the Nazi German concentration c
NS-Verbrechen
Die Sekretärin des KZ-Kommandanten
Hendrik Streeck Portrait Session
Hendrik Streeck im Interview
"Wir werden noch lange mit dem Virus leben müssen"
Plate with ready-to-eat Black Forest cake PPXF00315
Abnehmen
Warum Intervallfasten nicht funktioniert
Studium: Studenten in einem Hörsaal der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz
Jurastudium
Am Examen gescheitert
Relationship problems, autumn park; selbsttäuschung
Partnerschaft
"Bin ich authentisch oder fange ich an zu täuschen?"
Zur SZ-Startseite