Gedenkstätten - Oldenburg:Tafeln und Stelen sollen an Opfer der NS-Verbrechen erinnern

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Oldenburg (dpa) - Mit Wandtafeln und Stelen will die Stadt Oldenburg Opfern der NS-Verbrechen gedenken. Die Erinnerungszeichen sollen auf Augenhöhe über die betroffenen Menschen informieren, wichtige Lebensdaten nennen und wenn möglich auch Bilder zeigen. "Diese neue Form des Erinnerns und Begegnens auf Augenhöhe ist mehr als nur ein symbolischer Akt", sagte Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) am Donnerstag laut Mitteilung. "Sie teilt das Schicksal der Vertriebenen auf eine besonders ehrenvolle Weise in unserer Innenstadt." Die geplante Internetseite über das Leben und Wirken der Opfer trage die Erinnerung zusätzlich virtuell an die Menschen heran.

Vorbild in der Art des Gedenkens ist die Stadt München, die seit 2018 solche Erinnerungszeichen auf Augenhöhe angebracht hat. Die Wandtafeln und Stelen finden sich an Orten, an denen Menschen lebten und wirkten, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden.

Oldenburg ist eigenen Angaben zufolge die dritte Stadt mit solchen Erinnerungszeichen - nach München und Ingolstadt. Demnach folgt die Stadt mit der Installation von Erinnerungszeichen statt Stolpersteinen dem Wunsch der jüdischen Gemeinde in Oldenburg. Stolpersteine sind im Boden verlegte Gedenktafeln, die an Opfer der NS-Willkür erinnern. In Oldenburg gibt es nur vier Stolpersteine, die auf private Initiative verlegt wurden.

Die Erinnerungszeichen in Oldenburg werden von der Stadt und der Oldenburger Bürgerstiftung in Zusammenarbeit mit dem Verein Werkstattfilm errichtet. Die ersten Gedenktafeln und Stelen sollen im November angebracht werden.

© dpa-infocom, dpa:211103-99-853368/4

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