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Gedenkstätten - Geisa:Südkoreanische Schüler in Grenzlandmuseum zu Gast

Geisa (dpa/th) - Geteilte Länder, geteilte Erfahrung: Mehr als 100 Schüler aus Südkorea sind am Samstag in der Gedenkstätte Point Alpha in Geisa (Rhön) zu einen Workshop erwartet worden. Bei Führungen durch das ehemalige Militärcamp der US-Armee an der früheren deutsch-deutschen Grenze zwischen Hessen und Thüringen sollten die Schüler mehr über die Geschichte des geteilten Deutschlands lernen.

"Die Teilung ist eine Besonderheit, die die beiden Länder verbindet", sagte ein Mitarbeiter der Gedenkstätte. Der Austausch über die Erfahrungen in einem geteilten Land gehöre zum Programm des zweitägigen Workshops. Auch Diskussionen mit Zeitzeugen waren mit Unterstützung von Dolmetschern geplant.

Nach dem Zweiten Weltkrieg besetzte die Sowjetunion den Norden der koreanischen Halbinsel, die USA den Süden. Es entstanden die Demokratische Volksrepublik Korea mit einer kommunistischen Regierung und im Süden die Republik Korea. Anders als in Deutschland kam es dort bisher aber trotz entsprechender südkoreanischer Bestrebungen nicht zu einer Wiedervereinigung.

Nach Südkorea pflege die Stiftung gute Kontakte, sagte der Stiftungsmitarbeiter weiter. Es sei nicht das erste Mal, dass Gäste aus dem südostasiatischen Land die Gedenkstätte besuchten.