Gedenkpolitik und NahostkonfliktVon Gaza nach Neuengamme

Lesezeit: 7 Min.

Immer wieder werden Gedenkstätten beschmiert oder beschädigt - Fotos davon verbreiten die Institutionen aber nur selten, um den Tätern keine Reichweite zu verschaffen.
Immer wieder werden Gedenkstätten beschmiert oder beschädigt - Fotos davon verbreiten die Institutionen aber nur selten, um den Tätern keine Reichweite zu verschaffen. (Foto: IMAGO/Müller-Stauffenberg)

Die Gedenkorte in Deutschland werden zunehmend zum Schauplatz des Nahostkonflikts. Das gefährdet eine ohnehin fragile Erinnerungskultur.

Gastbeitrag von Volker Weiß

Es ist eines dieser unzähligen Handyvideos, die im Netz auftauchen und nach wenigen Sekunden vom nächsten abgelöst werden. Der Inhalt ist schnell vergessen, doch dieses hier prägt sich durch einen Slogan besser ein: „Deutschland, Land der Lügen“, tönt es aus den verwackelten Aufnahmen. Sie zeigen Jugendliche im nächtlichen Dunkel vor einem „Stolperstein“, der an einen jüdischen Emigranten erinnert. Aufgebracht schlägt einer auf das Mahnmal. In der Messingplakette im Boden ist das Fluchtziel „Palästina“ eingraviert. Für den wütenden Sprecher ein klarer Beweis, dass es dieses Land einst im Nahen Osten gegeben habe – und nicht Israel.

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