Newsflash. „‚Humanitäre Stadt‘ in Rafah würde Israel offenbar Milliarden kosten“, berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf israelische Regierungskreise. Dieselbe Schlagzeile bringt kurz darauf auch die Jüdische Allgemeine, bloß ohne die Anführungszeichen rund um den Begriff „humanitäre Stadt“. Manchmal schüttelt es einen in diesen Tagen beim Lesen von Nachrichten aus dem Gaza-Krieg nicht nur wegen des Inhalts. Manchmal schüttelt es einen auch wegen dieser Sprache.
Krieg und SpracheGestern noch „Unwort des Jahres“, heute schon im allgemeinen Sprachgebrauch
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Seit jeher versuchen Kriegsparteien, brutales Vorgehen in beschönigende Begriffe zu verpacken – und sind wie Israels Armee dabei leider erfolgreich. Dabei fehlt es eigentlich nicht an präzisem Vokabular.
Von Ronen Steinke
