bedeckt München 29°

Gastbeitrag:Krise als Alltag

Wo das Ende des Vertrauten droht, werden Gewohnheiten wichtiger, praktisch wie symbolisch. Wir stellen Normalität aktiv her.

Von Teresa Koloma Beck

Auf der Suche nach dem Sinn der Krise ist die Analogie ein beliebtes Deutungsinstrument. So war, als die Covid-19-Pandemie Deutschland erreichte, zunächst viel von den Pestepidemien des Mittelalters oder der Grippeepidemie von 1918 die Rede. Inzwischen jedoch ist der Krieg zur dominanten Analogie geworden. Wer die Dramatik der Situation unterstreichen will, weist darauf hin, dass es Einschnitte in den Alltag, wie wir sie derzeit erleben, in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben habe.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Landesparteitag FDP Nordrhein-Westfalen
FDP
Auf der Suche nach sich selbst
actout
Initiative #actout
"Wir sind schon da"
SZ-Serie "Beziehungsweise", Folge 1
Gibt es Liebe ohne Sex?
Umarmung
Psychologie
"Verzeihen ist wichtig für die psychische Gesundheit"
Laura Malina Seiler
Alles so wundervoll
Zur SZ-Startseite