LiteraturDas warme Leuchten einer kalten Nacht

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Nachts schrieb der russische Schriftsteller Gaito Gasdanow, als er in Paris lebte, weil er tagsüber Taxi fuhr, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Nachts schrieb der russische Schriftsteller Gaito Gasdanow, als er in Paris lebte, weil er tagsüber Taxi fuhr, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. xtheendupx /IMAGO/Depositphotos

Gaito Gasdanow war einer der besten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Das spricht sich allerdings nur sehr langsam herum. Jetzt ist ein Band mit herrlichen, eigenwilligen Erzählungen erschienen.

Von Claudius Seidl

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Man spürt ein starkes Staunen beim Lesen dieser Erzählungen, eine wundersame Verstörung und Beunruhigung. Man glaubt, man habe Gasdanows Sätze noch nie gelesen. Aber, womöglich, schon einmal von ihnen geträumt. Man glaubt sich zu erinnern an Straßen, durch die man nie gegangen, an Menschen, denen man nie begegnet ist. Man denkt manchmal, der Surrealist André Breton habe sich eine Szene ausgedacht. Und dann habe nicht Bréton, sondern Patrick Modiano, der große Stilist der Stimmungen und Erinnerungen, das Ganze aufgeschrieben.

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