In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch deutscher Ortszeit verlor die Mannschaft von Gastgeber USA gegen Belgien mit 1:4 deutlich das Spiel um den Einzug ins Viertelfinale. Da half es auch nichts, dass Stürmer Folarin Balogun in der Startaufstellung stand – obwohl er im Spiel zuvor eine rote Karte gesehen hatte. Darauf folgt immer mindestens ein Spiel Sperre. Es sei denn, der Präsident des Heimatlandes legt beim Fifa-Präsidenten ein gutes Wort ein. So ist es geschehen, die Fifa setzte Baloguns Sperre nach einem Anruf von Donald Trump bei Gianni Infantino „zur Bewährung aus“ – und vermutlich hat nur der deutliche Sieg der Belgier die Fifa davor bewahrt, dass die Fußballwelt endgültig vom Glauben an dieses Turnier abgefallen ist. Der Philosoph und Sportsoziologe Gunter Gebauer weiß, warum diese Form der Willkür besonders schmerzt: Denn der Fußball war eine der letzten Sphären, wo die Wahrheit noch wirklich etwas zählte.
Fußball-WM 2026„Trump verhält sich höchst unamerikanisch“
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Für den Philosophen Gunter Gebauer ist das Eingreifen des US-Präsidenten in den Turnierverlauf der Fußball-WM eine beispiellose moralische Grenzüberschreitung. Ein Krisengespräch.
Interview von Bernhard Heckler
