Für den Mittzwanziger Andreas Busch ist das Gefühl, nicht dazuzugehören, Alltag. Wie ein Häftling sitzt er am Anfang des Films an der vergitterten Einfahrt des betreuten Wohnheims, in dem er lebt. Er schaut durch die Metallstäbe auf den Kölner Straßenverkehr. Für Buschi, wie seine Mitbewohner ihn nennen, ist ein Leben außerhalb des Heims nicht vorgesehen. Er kam mit dem Downsyndrom auf die Welt, hat seit seiner Geburt kein Wort gesprochen und lebt und arbeitet hier in einer Wohngruppe. Doch Buschi will mehr, träumt davon, schwimmen zu lernen, und nimmt bei jeder Gelegenheit Reißaus. Die Betreuerin Nicole muss ihn dann wieder suchen gehen und kümmert sich zwar rührend um ihn, muss aber die gesamte Gruppe versorgen.
KinoBuschi will mehr
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Buschi (Aladdin Detlefsen, rechts) versteht kein Japanisch, Herr Kitamura (Kanji Tsuda) spricht kein Wort Deutsch, beste Voraussetzung also für eine Freundschaft ohne Worte.
Felix Abraham / Pandora-FilmIn Thomas Stubers Film „Der Frosch und das Wasser“ schließt sich ein junger Mann mit Downsyndrom einer japanischen Reisegruppe an. Das Ergebnis ist ein wunderbar kitschfreies Roadmovie.
Von Sofia Glasl
