In Amerika geht ein Schuljahr nicht einfach zu Ende wie in Deutschland, wo man zur Verschlechterung der Ferienstimmung ein Zeugnis in die Hand gedrückt bekommt und fertig. Hier ist es anders, das Schuljahresende ist ein Teil jener emotionalen Hochämter, die ich zu den I can't -believe-it-Ereignissen zähle. Wie viele Mails habe ich in den vergangenen Tagen erhalten, aus denen mir die aufgeregte Wendung entgegensprang, man könne es einfach nicht glauben, dass dieses Jahr allen Ernstes schon zu Ende sei. Die Lehrerin meiner ältesten Tochter konnte zudem nicht glauben, dass ihre Schülerinnen und Schüler im vergangenen Schuljahr ein solches Maß an Kenntniszuwachs, emotionalen Fertigkeiten und Zusammengehörigkeit erfahren haben. Eine andere schrieb, man könne dieses Schuljahr nicht mit anderen vergleichen.
Washington D.C.Dann doch lieber ein Batikshirt
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Évian-les-Bains, 16. Juni, Hotel Royal beim G7-Gipfel: Bundeskanzler Friedrich Merz (l.) übergibt ein Deutschlandtrikot an US-Präsident Donald Trump, das keine verfärbten Finger hinterlassen hat.
Imago/Michael KappelerDas US-Schuljahr geht zu Ende. Dieses emotionale Hochamt lenkt den Blick auf weitere Seltsamkeiten in diesem Land – die aber nichts sind im Vergleich mit den Seltsamkeiten in Europa.
Von Hilmar Klute