Herbert Grönemeyers Musik? Wäre besser, wenn der Sänger nicht immer auf moralisch machen würde. Texas? Als Feindbild der guten Europäer das ideale Urlaubsland. Echte Meinungsfreiheit? Existiert nicht mehr, weil man Politiker in Deutschland nicht ungestraft beleidigen darf. „Gute Menschen“, das neue Buch des Welt-Journalisten Frédéric Schwilden, vom Piper-Verlag unzutreffenderweise als „radikaler Liebesroman der GenY für Leser:innen jeden Alters“ angepriesen, hätte vielleicht besser ein Leitartikel werden sollen – aus Versehen wurde ein Roman daraus. Auf 208 Seiten prügelt der Autor den Leserinnen und Lesern seine libertär-konservative Weltanschauung in die Birnen. Bleibt bloß die Frage, warum er das als Literatur, also in Kunst verpackt?
RomanChampagner, Wut und Selbstmitleid
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Der Journalist Frédéric Schwilden verkleidet seine Meinung über unsere Zeit in eine Geschichte über reiche Erben und „Gute Menschen“. Das wird bestimmt kein Liebesroman.
Von Dominik Fürst
