Was für ein zarter Beginn eines ganz großen Opernabends: Kate Lindsey singt Robert Schumanns Liedzyklus „Frauenliebe und -leben“, Éric Le Sage begleitet sie am Klavier. Doch schnell wird klar: Dieses in einem Opernhaus fast scheue Unterfangen ist der Auftakt zu einem enorm klugen und aufregenden Ereignis. Tobias Kratzer verbindet hier Schumanns Lieder mit Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“ mit Alexander Zemlinskys einaktiger Oper „Eine florentinische Tragödie“. Im Kern hat er dies vor zwei Jahren in Oslo gemacht, für Hamburg hat er nun daran weitergearbeitet, Nuancen verschärft. Der Titel lautet, von Schumann abgeleitet und pointiert: „Frauenliebe und -sterben“.
OperFinale im Geschlechterkampf
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So geht Oper als Kommentar zur Gegenwart: Tobias Kratzer inszeniert „Frauenliebe und -sterben“ in Hamburg.
Von Egbert Tholl
