bedeckt München
vgwortpixel

Franz Mon wird neunzig:Im Käfig der Freiheit

Auge und Ohr, Stimme und Schrift verbinden, fühlbare Zeichen schaffen: Franz Mon bei einem Auftritt in Berlin im April 1996.

(Foto: imago stock&people)

Was formuliert werden kann, ist auch realisierbar: Franz Mon, Meister der Sprachgedichte, wird neunzig. Sein Werk ist von monolithischer Einzigartigkeit.

Der Dichter Franz Mon ist ein sanfter Radikaler. Einer, der große Ruhe ausstrahlt, der nicht von den Dämonen unbedingter Aktualität verfolgt wird, die einen dauernd überreden wollen, man verpasse etwas, wenn man sich nicht den Strömungen der Zeit aussetzt. Mons Radikalität findet ihren Ausdruck in den Charaktereigenschaften Beharrlichkeit und Bescheidenheit, die ihren gemeinsamen Grund in dem Selbstbewusstsein haben, von Anfang an auf das richtige Pferd gesetzt zu haben, die Sprache. Mons Sprachpferd ist in der ganzen Welt zu Hause. Es beherrscht die Kür des Freiflugs für Fangfragen ebenso wie die Pflicht analytisch scharfsinnigen Denkens. Das gibt Gelassenheit.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Corona-Krise in Spanien
Gemeinsam einsam
Teaser image
Familie
"Auch Väter haben Wochenbett-Depressionen"
Teaser image
SZ-Magazin
»Wir sind alle krank, auch wenn wir das Virus nicht in uns tragen«
Teaser image
Paartherapeut im Interview
"Wenn die Liebe anfängt, wird es langweilig"
Teaser image
Demokratie
"Selbst in Kriegszeiten werden die Grundrechte nicht angetastet"
Zur SZ-Startseite