„Franz K.“Der erste richtig gute Film über Kafka

Lesezeit: 3 Min.

Gleich wird mindestens 42 Mal gekaut: Idan Weiss ist fantastisch als sein Doppelgänger Franz Kafka.
Gleich wird mindestens 42 Mal gekaut: Idan Weiss ist fantastisch als sein Doppelgänger Franz Kafka. (Foto: Marlene Film Production, X Verleih AG/URES)

Er leidet, er schreibt, er lacht: Agnieszka Holland zeigt in „Franz K.“, dass sie den Schriftsteller offenbar wirklich verstanden hat.

Von Kathleen Hildebrand

Es dauert nur ein paar Sekunden und man ist drin in Kafkas Kopf. Agnieszka Hollands Filmbiografie beginnt mit einer Kindheitsszene, der kleine Franz bekommt die Haare geschnitten. Sein Vater macht das selbst, zu Hause, er pfeift dabei ein Liedchen von brutaler Heiterkeit. Am Schluss guckt Franz in den Spiegel, sieht seinen grässlich geraden Pony, das Pfeifen klingt wie Hohn. Schnitt. Jetzt ist Kafka erwachsen. Er sitzt im Flur der Familienwohnung und versucht zu schreiben, aber es klappern Töpfe, die Schwestern schreien, der dünne Mann ist umtost, gequält, er leidet.

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