Literatur„Schmeißt ihn mir raus!“

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Der französische Medienunternehmer Vincent Bolloré vor einem Untersuchungsausschuss der Nationalversammlung in Paris im März 2026.
Der französische Medienunternehmer Vincent Bolloré vor einem Untersuchungsausschuss der Nationalversammlung in Paris im März 2026. Thomas Samson/AFP

Prominente Autoren wie Virginie Despentes und Bernard-Henri Lévy verlassen unter Protest den französischen Verlag Grasset, weil der rechtsidentitäre Multimilliardär Vincent Bolloré dort den erfahrenen Verleger entlassen hat. Seine politischen Ziele dabei sind klar.

Von Oliver Meiler, Paris

Sie haben sich im ersten Stock eines Cafés bei Les Halles versammelt, rechtes Ufer der Seine, wo doch die Welt der Pariser Literaten sonst eher am linken spielt, in Saint-Germain-des-Prés. 115 Autoren des großen Buchverlags Grasset haben am Mittwochabend beschlossen, das Haus, für das manche von ihnen seit Jahrzehnten schreiben, zu verlassen, über Nacht, ohne genau zu wissen, was nun kommt – alle zusammen, mit einem gemeinsamen Brief. Es sind große Namen dabei, berühmte, sogenannte Big Seller: Virginie Despentes, Sorj Chalandon, Bernard-Henri Lévy, Pascal Bruckner, Alain Minc, Vanessa Springora, Laure Adler, Frédéric Beigbeder.

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Im November kam der algerische Schriftsteller Boualem Sansal aus der Haft frei – auch dank seines französischen Verlags Gallimard. Nun wechselt er zum rechten Verlag Grasset.  Paris ist in Aufruhr.

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