Neurechte und LiteraturGanz Gallien? Nein!

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Seit der Verlagskonzern Hachette Livre 2023 von Vivendi gekauft wurde, an dem der Unternehmer Vincent Bolloré große Anteile hält, regt sich der Protest gegen seinen Einfluss auf das lesende Frankreich.
Seit der Verlagskonzern Hachette Livre 2023 von Vivendi gekauft wurde, an dem der Unternehmer Vincent Bolloré große Anteile hält, regt sich der Protest gegen seinen Einfluss auf das lesende Frankreich. (Foto: JOEL SAGET/AFP)

Unabhängige Buchhandlungen rufen zum Boykott eines Medienmoguls auf, dessen Verlage den französischen Buchmarkt dominieren. Können sie sich das leisten? Besuch in einem kleinen, engagierten Laden in Marseille.

Von Clara Hellner

Auf den ersten Blick deutet nichts auf den Kulturkampf hin. Im Schaufenster der kleinen Marseiller Librairie Pantagruel kündigt bunte Kreideschrift das anstehende „Fest der unabhängigen Buchhandlung“ an. Drinnen liegen auf hellen Holztischen Romane von Chimamanda Ngozi Adichie und Tahar Ben Jelloun, eine Biografie von Didier Eribon, Bücher zu queerer Theorie. Hinter der Kasse schlägt Mathilde Rioni zwei Bildbände sorgfältig in recyceltes Zeitungspapier ein. Statt Geschenkpapier, für die Umwelt.

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