Frankfurter Buchmesse Das faule Lob des Buches

Emmanuel Macron und Angela Merkel kurz vor der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse.

(Foto: Getty Images)

In Frankfurt sprach Emmanuel Macron über Bücher, Angela Merkel aber über "das Buch". Aber ist die Literatur an sich gut und politisch heilsam?

Von Thomas Steinfeld

Als Angela Merkel, die letzte Rednerin auf der Feier zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse am Dienstagabend, mit ihrem Vortrag begann, bedauerte sie zuerst, die Sprache Emmanuel Macrons, ihres Vorredners, nicht zu beherrschen. Mit Russisch könne sie dienen, sagte sie, um dann zu einem Lob des Französischen überzugehen. So melodisch, so präzise, so elegant klinge diese Sprache. Man verstand, was sie meinte, aber der Eindruck war nicht nur dem akustischen Ereignis geschuldet. Denn Macron hatte, als einziger Redner des Abends, nicht ...