Dresden/Frankfurt am Main (dpa/sn) - An der weltgrößten Buchmesse in Frankfurt am Main beteiligen sich 63 Aussteller aus Sachsen. 15 von ihnen präsentieren sich von Mittwoch bis Sonntag auf dem Gemeinschaftsstand „Sachsen live“, der von der Wirtschaftsförderung des Freistaates (WFS) unterstützt wird. „Buchhandel und Verlagswirtschaft haben in Sachsen eine weit zurückreichende und tiefverwurzelte Tradition. Es ist schön zu sehen, dass diese auch in der heutigen, von Digitalisierung geprägten Zeit ihre Bedeutung erhält“, erklärte WFS-Geschäftsführer Thomas Horn am Montag in Dresden.
Die Wirtschaftsförderung verwies darauf, dass Sachsen seit Jahrhunderten ein wichtiges Buch-Land sei. „Von Leipzig aus haben sich große Namen ins Welt-Buch-Geschäft gemischt, zum Beispiel Reclam, Seemann, Breitkopf, Brockhaus, Baedeker“, hieß es. Wichtige Standards seien in Sachsen geprägt worden, etwa die noch heute gültige Buchpreisbindung, die Händler dazu verpflichtet, sich an die von Verlagen gesetzten Buchpreise zu halten. Die Herstellung und der Handel von Büchern hätten seit Einführung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert einen großen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke des Landes beigetragen. Mehrheitlich bestehe die Branche in Sachsen aus kleinen und mittelständischen Unternehmen.