Zum Tod von Frank Stella:Immer freier

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Der US-amerikanische Künstler Frank Stella steht 2021 im Württembergischer Kunstverein Stuttgart zwischen zweier seiner Collagen. ( "Die Verlobung in St. Domingo" und "Die Marquise von O...") (Foto: Thomas Kienzle/AP)

Mit Gemälden ganz in Schwarz wurde der amerikanische Künstler Frank Stella Ende der Fünfzigerjahre berühmt. Irgendwann hielt er sich an gar nichts mehr in der Malerei.

Von Till Briegleb

Frank Stella hat nichts anderes versucht, als den Kosmos der abstrakten Malerei allein zu besetzen. In seiner über 65 Jahre dauernden Karriere startete er mit der Bildsuche vom kleinstmöglichen Ausgangspunkt, dem "Schwarzen Quadrat" von Malewitsch, um später zur buntestmöglichen Explosion des Gemäldes im Raum zu gelangen, wo Malerei wie raumfüllendes Chaos aussah. "Vom Minimalismus zum Maximalismus" nannte Stella diese Entwicklung seiner Bild-Expansion über zahlreiche Seitenwege, die ihm viele Superlativ-Komplimente und Retrospektiven eingebracht hat, aber auch manchen Schmäh. Und in deren Verlauf er sich herzlich wenig um Treue zu Bewegungen und Etiketten kümmerte, aber auch seinen eigenen programmatischen Aussagen nie wirklich konsequent treu blieb.

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