Wenn das Konzept der kulturellen Aneignung gerade nicht so sehr aus der Zeit gefallen wäre, müsste man den Song „La Grange“ vielleicht mal wieder diskutieren, erschienen 1973 auf dem immens erfolgreichen Album „Tres Hombres“. In dem Lied besingen ZZ Top die sogenannte Chicken Ranch, ein Bordell im Speckgürtel der namensgebenden Stadt. Väter schleppten dort traditionell ihre Söhne hin, wohl, wenn sie meinten, dass es an der Zeit sei. So handhabte man das damals, und weil die Welt trotzdem kompliziert war und selten frei von Ironie, war in der Chicken Ranch neben Alkohol auch das Fluchen verboten. So war das damals nämlich auch, im bibeltreuen Texas.
PopStoischer Shuffle-Großmeister
Lesezeit: 2 Min.

In der Doku „ZZ Top: That Little Ol’ Band From Texas“ erzählte Frank Beard, er habe seine Einnahmen aus der Tour des Jahres 1976 noch unterwegs recht direkt in LSD, Kokain und Heroin investiert.
Fin Costello/RedfernsWuchtiger rechter Fuß und in den Händen die perfekte Mischung aus Nonchalance und Barbecue-Schwere: Nachruf auf den enorm kompromisslosen „ZZ Top“-Schlagzeuger Frank Beard.
Von Jakob Biazza
