Zum Tod von Françoise Hardy:„Hand in Hand, Auge in Auge“

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Jeder verstand, dass dieses Mädchen in ihren Chansons zu Hause war: Françoise Hardy in den Sechzigerjahren. (Foto: Charles Bebert /IMAGO/Bestimage)

Niemand hat über das Glücklich- und Traurigsein in Paris so zauberhaft gesungen wie Françoise Hardy. Nun ist sie im Alter von 80 Jahren gestorben.

Von Hilmar Klute

Anfang Dezember 2017 war der französische Elvis gestorben, und Emmanuel Macron ordnete an, dass viel Pariser Massenvolk vom Arc de Triomphe über die Champs Elysées bis hin zur Madeleine ziehen sollte. Unvergesslich, weil in seinem amüsierten Pikiertsein sehr französisch, war der Satz, den ein Kollege von Le Monde an diesem Tag beim Mittagessen fallen ließ. „Hast du diesen Umzug gesehen für diesen albernen Johnny Hallyday? Idiotisch, oder? Schon dieser Name.“ Da war er noch einmal zu besichtigen, der kulturelle Clash, den das französische Chanson mit sich selbst erlitten hatte, irgendwann in den mittleren Sechzigerjahren. Und den es übrigens ganz gut ausgehalten hat, auch wenn es kaum Schnittmengen gab zwischen den großen Liederpoeten Georges Brassens, Charles Aznavour, Charles Trenet und den Yéyé-Sängern Johnny Hallyday, France Gall und vor allem, weil sie die kühnste und zum Glück wandelbare war: Françoise Hardy, die nun im Alter von 80 Jahren gestorben ist.

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