Salzburger FestspieleEine Entdeckung

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Die Komponistin Francesca Verunelli mit dem Dirigenten Geoffroy Jourdain nach dem Konzert der Les Cris de Paris.
Die Komponistin Francesca Verunelli mit dem Dirigenten Geoffroy Jourdain nach dem Konzert der Les Cris de Paris.
Marco Borrelli

Die Komponistin Francesca Verunelli führt bei den Salzburger Festspielen auf den Urgrund menschlichen Seins zurück. Mit Musik, die das Gefühl vermittelt, dass hier permanent etwas entsteht.

Von Egbert Tholl

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Wer, bitte, kommt auf die Idee, heute ein musiktheoretisches Traktat aus der Mitte des 16. Jahrhunderts zu vertonen? Francesca Verunelli, geboren 1979 in Pietrasanta in der Provinz Lucca. Der Text von Nicola Vicentino handelt von bewegten und unbewegten Tönen, von mit größtem Fleiß erlernter Harmonie, man muss ihn nicht kennen, denn man versteht ihn ohnehin nicht. Und doch erspürt man, wovon er handelt: von den feinsten Unterschieden zwischen den Tönen, die im starren Dur-Moll-System verloren gehen. Dass das vom Ende des 19. Jahrhunderts an aufgebrochen wurde, ändert nichts daran, dass die meiste Musik, die wir hören, ihm nach wie vor folgt.

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