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"Framing" in der Politik:Vorsicht, Gift!

Trump will den Begriff "Fake News Media" prägen - um alle Journalisten zu diskreditieren, die ihm nicht nach dem Mund reden.

(Foto: Katherina Bitzl; Bearbeitung SZ)

Donald Trumps "Fake News", Markus Söder und der "Asyltourismus": Wie Politiker Worte als Waffen verwenden und wie die Medien darauf reagieren sollten.

Von Detlef Esslinger

Längst ist völlig klar, dass diese Bemerkung nie hätte fallen dürfen, jedenfalls aus Sicht dieses Redners nicht. Richard Nixon war bereits schwer angeschlagen, als er am 17. November 1973 an das Pult mit dem Siegel des US-Präsidenten trat und eine Pressekonferenz gab. Wegen der Watergate-Affäre war er kaum noch mit Regieren, sondern nur mit seiner eigenen Verteidigung befasst; der Republikaner Nixon galt Millionen von Amerikanern als Hintermann eines Einbruchs ins Hauptquartier der Demokraten. Was so viele dachten, hatte aber noch keiner ausgesprochen. Nun stand Nixon am Pult und übernahm es selbst: "I am not a crook", sagte er. Ich bin kein Gauner. Damit war das Etikett in der Welt. Nixon wurde es nie mehr los.

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