Framing-Check: "Darknet":Verdunklungsgefahr

Lesezeit: 3 min

Mann mit Totenkopf-Maske vor Computerbildschirm

Und Drogen nimmt er bestimmt auch! Ein typischer "Darknet"-User.

(Foto: Nahel Abdul Hadi/Unsplash)

Der Begriff "Darknet" klingt bedrohlich, als müsste man dagegen umgehend etwas unternehmen. Dabei verwischt das Wort die Grenze zwischen kriminellen Subkulturen und der Technologie, die sie nutzen.

Von Philipp Bovermann

Wo Sprache ist, da ist quasi immer auch Subtext. Vor allem dort, wo Sprache politisch wird. Zur Analyse dieser Subtexte hat sich in der Forschung in den vergangenen Jahren das Konzept des Framings etabliert. Framing meint einen Assoziations- und damit Deutungsrahmen für Begriffe: Wer zum Beispiel "Zitrone" hört, denkt vermutlich an "sauer" oder "gelb". Das lässt sich politisch instrumentalisieren. Frames definieren nämlich oft ein Problem - und liefern, wenigstens implizit, auch gleich die passende Lösung. Bei einem Begriff wie "Flüchtlingsstrom" sieht man vor dem geistigen Auge beispielsweise vermutlich große Menschenmassen heranrauschen. Eine Naturgewalt und darin ein Bedrohungsszenario. Was die vermeintliche Lösung nahelegt: Abschottung.

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