Fotoinstitut des Bundes:"Wir wären bereit"

Lesezeit: 10 Min.

Thomas Demand, Thomas Struth, Annette Kelm und Wolfgang Tillmans (v. l. n. r.) in Struths Berliner Atelier. (Foto: Vanessa Enders)

Gipfeltreffen: Thomas Demand, Annette Kelm, Thomas Struth und Wolfgang Tillmans über den Erfolg von Fotografie aus Deutschland und ihre Sorge um das geplante Fotoinstitut des Bundes.

Von Peter Richter

Wenn vier namhafte Fotokünstler selbst auf ein Foto sollen, ist das gar nicht so einfach: Ständig hat einer den Mund offen und macht einen Kommentar, wie das mit dem Licht vielleicht noch besser ginge. Thomas Demand, Annette Kelm, Thomas Struth und Wolfgang Tillmans auf einem Bild zu sehen, hat auch deshalb Seltenheitswert, weil die vier eigentlich weder künstlerisch noch privat viel miteinander zu tun haben. Was sie, nach Impfungen und Tests, nun aber in Struths Berliner Atelier zusammengebracht hat, war die Sorge um ihr gemeinsames Medium. Und die Sorge, dass aus dem vom Kollegen Andreas Gursky angeregten und von der Politik gewollten Bundesinstitut für Fotografie am Ende trotzdem nichts werden könnte. Oder nicht das richtige.

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