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Förderung:Viel im Topf

Die Stadt München subventioniert die Kultur mit 230 Millionen

Der Kulturausschuss hat am Donnerstag den Kulturhaushalt für das Jahr 2020 verabschiedet. Im Topf sind 230 Millionen Euro, die in das städtische Kulturleben fließen. Dazu gehören die Subventionierung von Museen einschließlich des NS-Dokuzentrums, der Philharmoniker, der Stadtteilkulturzentren, der Bibliotheken, der Münchner Kammerspiele, des Deutschen Theaters und des Volkstheaters, für das gerade ein komplett neues Haus gebaut wird. 39 Vollzeitstellen sind für 2020 im Kulturbereich außerdem bewilligt. Besondere Zuwendung wird das Valentin-Karlstadt-Musäum erfahren, das 2019 in einen städtischen Betrieb umgewandelt wurde. Hier wird vor allem die Vermittlungsarbeit ausgebaut. 2020 stehen außerdem Themen wie die erweiterte Samstagsöffnung der Stadtbibliotheken an, die weitere Planung der Gasteigsanierung.

Die Stadt orientiert sich bei der Mittelvergabe an selbst definierten Leitlinien wie Demokratie, Diversität, Nachhaltigkeit, Bildung, digitaler Wandel, Stadtentwicklung und einer Erweiterung des Kulturbegriffs. Kulturreferent Anton Biebl bedankte sich für das Engagement der Stadt, fragte aber auch, inwieweit die Stadt diese Ziele realisiere - etwa, ob das Kulturangebot alle Menschen gleichermaßen anspreche und erreiche. Er plädierte außerdem für eine faire Bezahlung aller im Kulturbereich Tätigen.

Anton Biebl wies aber darauf hin, dass der Kulturposten im städtischen Haushalt lediglich 3,2 Prozent betrage. Das mache pro Einwohner einen monatlichen Zuschuss von 12,25 Euro. Kultur habe einen ideellen Wert jenseits des wirtschaftlich Messbaren, sagte Biebl und erinnerte an die damit einhergehende Verantwortung derer, die über sie entscheiden.