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Filmtipp des Tages:Zurück nach Tschernobyl

Lothar Herzogs komplett auf Russisch gedrehtes Drama "1986" kreist um die Studentin Elena, die in illegale Geschäfte ihres Vaters verwickelt ist, welche sie immer wieder in die gesperrte Zone von Tschernobyl führen

Seit 2018 gibt es bei den Hofer Filmtagen eine neue, gewichtige Auszeichnung: den Hofer Goldpreis der Friedrich-Baur-Stiftung. Als Anerkennung für die beste Regieleistung für einen ersten langen Spielfilm erhält der Gewinner einen Goldbarren und wird künstlerisch von einem Mentor beraten. In diesem Jahr hat Bernhard Sinkel die Auswahl getroffen und sich für Lothar Herzogs Debüt "1986" entschieden. Das komplett auf Russisch gedrehte Drama, das kürzlich in Hof vorgestellt wurde, kreist um die Studentin Elena (Daria Mureeva), die verwickelt ist in illegale Geschäfte ihres Vaters, die sie immer wieder in die gesperrte Zone von Tschernobyl führen. Die trügerische Schönheit dort fasziniert sie. Sinkel lobte in seiner Begründung unter anderem die Bilder "visueller Magie und visionärer Kraft" sowie die "große künstlerische Eigenwilligkeit, die das Autorenkino so anziehend macht". An diesem Mittwoch ist "1986" in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste zu sehen, die den Goldpreis in memoriam Heinz Badewitz verleiht und Jahr für Jahr einen neuen Mentor beruft.

1986, D 2019, Buch und Regie: Lothar Herzog, Russ. OF m. engl. UT, Film & Gespräch Bernhard Sinkel mit Lothar Herzog, Mi., 4. Dez., 19 Uhr, Bayerische Akademie der Schönen Künste, Max-Joseph-Platz 3