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Filmtipp des Tages:Trügerische Hoffnung

In seinem Debütfilm "Morgen sind wir frei" erzählt Hossein Pourseifi die Geschichte der ostdeutschen Chemikerin Beate und ihres Ehemanns Omid, der als iranischer Dissident in der DDR lebt

Im Jahr 1979 herrscht in Iran Aufbruchstimmung. Nach dem Sturz des Schahs und dem Ende der Monarchie scheint die Freiheit zum Greifen nah. In seinem Debütfilm "Morgen sind wir frei" erzählt Hossein Pourseifi die Geschichte der ostdeutschen Chemikerin Beate (Katrin Röver, links, ) und ihres kommunistischen Ehemanns Omid, der als iranischer Dissident in der DDR lebt. Mit der gemeinsamen, achtjährigen Tochter Sarah träumen sie von einem freien Leben in der jungen iranischen Republik. Der Neustart fällt aber besonders Beate nicht leicht. Doch auch Omid gerät als Journalist in Teheran ins Visier der Revolutionswächter, seinen Glauben an die Revolution möchte er dennoch nicht aufgeben. In intensiven Bildern beschreibt Pourseifi, wie mit dem Scheitern der Freiheit und den immer strengeren Religionsvorschriften auch die Ehe von Beate und Omid ins Wanken gerät. Der Film beruht auf wahren Begebenheiten.

Morgen sind wir frei, D 2018, Regie: Hossein Pourseifi, läuft im Werkstattkino und im Neuen Rottmann, siehe Programm