Süddeutsche Zeitung

Filmtipp des Tages:Göttliches Kino aus Albanien

In einem albanischen Bergdorf leben die Einwohner trotz unterschiedlicher religiöser Anschauungen friedlich miteinander. Bis in einer Moschee ein christliches Fresko gefunden wird

Albanisches Kino im Stile des magischen Realismus: Der Hirte Besnik (Arben Bajraktaraj) ist ein genügsamer Mann, den das Leben melancholisch gemacht hat. Mit seiner Familie wohnt er in ärmlichen Verhältnissen in einem Bergdorf. Sie teilen weder Ideologie noch Anschauung: ob kommunistisch oder katholisch, orthodox und muslimisch, man hat sich friedlich arrangiert. Das Familien- und das Dorfleben bricht auseinander, als Besnik in der Moschee eine verborgene, christliche Freske entdeckt. Besnik entfacht in "Ein Licht zwischen den Wolken" einen Skandal, indem er eine ökumenische Lösung vorschlägt. Der Film konzentriert sich auf Besniks subjektives Erleben von Gemeinschaft, Religion und Natur. Auf der Suche nach Antworten beginnt auch eine Reise in seine eigene Vergangenheit.

Ein Licht zwischen den Wolken, Albanien 2018, Regie: Robert Budina, läuft u.a. im City und im Monopol-Kino (OmU), siehe Programm auf dieser Seite

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Quelle:
SZ vom 19.09.2019 / Wean
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