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Filmtipp des Tages:Familiäre Fürsorge

Regisseurin Julia Horn hat die besondere Beziehung zweier Brüder dokumentiert

Wie weit würde jeder einzelne für die Liebe gehen? Der Bruder wird von einem Auto angefahren, kommt ins Krankenhaus, fällt ins Koma. Die Ärzte geben dem Verwundeten maximal noch zehn Tage. Michael glaubt an seinen Bruder Markus - die Familie nicht. Mithilfe kreativer Ideen gelingt es ihm, den Schlafenden aus dem Wachkoma zu wecken. Zehn Jahre lang hat die Regisseurin Julia Horn das Schicksal der Brüder begleitet und neben den schönen Momenten auch die niederschmetternden Tage erlebt. "Bruderliebe" ist ein Dokumentarfilm, der tief in die Beziehung zweier Menschen eintaucht. Michael Becker ist mittlerweile Kommunikationsexperte und kümmert sich um Markus. Er hat sein Leben aufgegeben - um seinem Bruder Lebensqualität zu ermöglichen und ihn zu einem Teil der Gesellschaft zu machen. Der Film läuft in der Reihe "Mitt-Doks" im Monopol-Kino.

Bruderliebe, D 2019, Regie: Julia Horn, Mi., 22. Jan., 19 Uhr, Monopol-Kino, Schleißheimer Straße 127

© SZ vom 22.01.2020
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