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Filmtipp des Tages:Anderssein im Irgendwo

Der depressive Physikstudent Oscar hat ausgerechnet, dass er sein Leben lang allein bleiben wird und möchte eben diesem ein Ende setzen. Die lebenslustige Bardame Frieda rettet ihn, als er von einer Brücke springen will. "Lass uns abhauen" erzählt, wie die beiden sich näherkommen

Treffen sich eine Barfrau und ein Selbstmörder - was wie der Beginn eines zweifelhaften Witzes klingt, ist der Ausgangspunkt des Roadmovies "Lass uns abhauen". Der depressive Physikstudent Oscar (von Sebastian Urzendowsky beeindruckend gequält gespielt ) hat ausgerechnet, dass er sein Leben lang allein bleiben wird und möchte eben diesem ein Ende setzen. Die lebenslustige Bardame Frieda (Anja Thiemann) rettet ihn, als er von einer Brücke springen will. Frieda ist nicht nur mit dem Inhalt der Barkasse getürmt - als sie Oscar kennenlernt, klaut sie auch noch ein Auto, was Oscar gar nicht behagt. Das ungleiche Paar macht sich trotzdem auf den Weg zum einzigen Ziel, das Oscar erreichen möchte: Er will zu den Polarlichtern nach Norwegen. Unterwegs verkleiden sich die beiden mit verrückten Kostümen, sind ausgelassen, streiten sich, nähern sich einander an. Die Regisseurin und Drehbuchautorin Isa Micklitza, Absolventin der Hochschule für Fernsehen und Film in München, zeichnet ein sensibles Porträt zweier Menschen, die herausfinden wollen, wo sie hingehören. Micklitza und ihr Team werden bei der Vorführung im Neuen Maxim anwesend sein.

Lass uns abhauen, D 2018, Regie: Isa Micklitza, Sonntag, 6. Oktober, 19 Uhr, Neues Maxim, Landshuter Allee 33, 89 05 99 80