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Filmtipp des Tages:Akzeptanz für alle

Der kanadische Filmemacher Bruce LaBruce und seine Dokumentation über die Queercore-Bewegung

Als Gucci kürzlich eine Schuhlinie unter dem Titel "Queercore" präsentierte, ging ein Aufschrei durch die gleichnamige Szene. Der kanadische Filmemacher Bruce LaBruce empfand die Verknüpfung gar als Beleidigung - handelt es sich doch um eine ausdrücklich antikapitalistische Bewegung, die nun im Mainstream angekommen zu sein scheint. Tatsächlich aber wissen nur wenige von den revolutionären Anfängen des Queercore vor 25 Jahren. Mit seinem Dokumentarfilm möchte der US-Regisseur Yony Leyser diese Lücke schließen. Denn Queercore, das bedeutet für den Filmemacher nicht nur einen Aufruf zu gesellschaftlicher Akzeptanz oder zu Political Correctness, sondern eine Kunstform, die sich zum Ziel gesetzt hat, das ganze System umzustürzen. In seinem Film kommen die schillernden Figuren der Bewegung zu Wort, Protestler der ersten Stunde aber auch Künstlerinnen wie Beth Ditto und Peaches, die erzählen, wie das Queere ihr Leben und Denken geprägt hat.

Queercore - How To Punk A Revolution, USA 2017, Regie: Yony Leyser, Di., 12. Dez., 18.40 Uhr, Studio Isabella, Neureutherstraße 29, 271 88 44

© SZ vom 12.12.2017 / frre
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