Jojo Rabbit

Adolf ist für ihn da, wenn er ihn braucht. Der der zehnjährige Jojo (Roman Griffin Davis) ist ein überzeugter Nationalsozialist und wäre gern ein großer Krieger, aber im Camp der Hitlerjugend bringt es nicht über sich, ein Kaninchen zu töten. Alle lachen danach über "Jojo Rabbit", nur ein imaginärer, clownsker Hitler (Regisseur Taika Waititi selbst) spricht ihm Mut zu. Jojo dankt es mit bedingungsloser Loyalität, die dann auf die Probe gestellt wird. Der Film zeigt die Verführungskraft der NS-Ideologie plastischer als alte Schwarzweißdokus, schafft es aber dann doch nicht, seinen provokanten Feelgood-Ton bis zum Ende durchzuhalten Von Magdalena Pulz

Bild: Verleih 23. Januar 2020, 05:192020-01-23 05:19:29 © SZ.de/sikt