Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes

Ein laut Selbstaussage "ästhetisch und politisch radikaler" Filmemacher geht zur angeblichen Recherche für ein kommunistisches Filmprojekt auf eine Apfelplantage malochen, will aber eigentlich nur seiner Protagonistin ans Gemüse. Das klappt nicht, ebenso wenig wie die in ästhetischen Anspielungen auf die Renaissance-Kunst gefilmten Versuche, auf der Plantage einen sozialistischen Staat zu organisieren. Julian Radlmaier spielt sich selbst und wird zur Strafe für Dampfplauderei in einen Hund verwandelt. Die kokette Albernheit des Ganzen funktioniert sicherlich recht gut bei Leuten, die entweder in Berlin selbstironisch Marx lesen oder solche Leute als Hipster beschimpfen, was ja oft genug aufs Gleiche rauskommt. Von Philipp Bovermann

Bild: Grandfilm 8. Juni 2017, 17:092017-06-08 17:09:26 © SZ.de/pak