Filmstarts der WocheWelche Kinofilme sich lohnen und welche nicht

Ein grandioser Essayfilm macht sich Gedanken zum Schwarzsein in den USA. Und der große finnische Kino-Fatalist Aki Kaurismäki wird langsam filmmüde.

Die andere Seite der Hoffnung

Es gab mal eine Zeit, der war der Finne Aki Kaurismäki der größte Fatalist des Weltkinos. Seine Filme waren gänzlich hoffnungslos, aber von gewaltiger Kraft. Mit der Geschichte eines noblen jungen Syrers (Sherwan Haji), der als Asylsuchender in Finnland auf Hass und Behördenkälte trifft, aber auch auf viel menschliche Hilfsbereitschaft, will Kaurismäki etwas ganz anderes: eine bessere Welt schaffen, seine Zuschauer zu mehr Empathie erziehen. Aber es ist ein Film voll tiefer Müdigkeit. Aus dieser Müdigkeit macht Kaurismäki auch längst keinen Hehl mehr - auf der Berlinale kündigte er seinen Abschied vom Filmemachen an.

Lesen sie hier eine ausführliche Kritik. Von Tobias Kniebe

Bild: dpa 30. März 2017, 10:312017-03-30 10:31:40 © SZ.de/doer