Caracas, eine Liebe

Zunächst mutet es an wie eine "Tod in Venedig"-Geschichte im venezolanischen Großstadtmoloch: Ein mittelalter Zahntechniker, der sich auf der Straße junge Männer sucht, trifft auf einen jugendlichen Kleinkriminellen. Lorenzo Vigas präsentiert seine Fabel über Verlangen und Verlustängste aber als ungewohnt wortkargen und vieldeutigen Irrgarten der Blicke. Brutal, feinfühlig, seltsam poetisch. Von Annett Scheffel

Bild: Alexandra Bas; Alexandra Bas 30. Juni 2016, 13:452016-06-30 13:45:59 © SZ.de/doer