Gegen den Strom

Soll man einen Menschen retten oder lieber die Menschheit? Vor dieser Frage steht die Isländerin Halla, als ihr nach langer Wartezeit die Adoption eines Waisenkinds aus der Ukraine angeboten wird. Mutter zu sein wäre nämlich schwer vereinbar mit ihren Sabotage-Ausflügen, mit denen sie die umweltschädliche Industrie lahmzulegen versucht. Benedikt Erlingsson inszeniert ihren letzten Schlag gegen die Klimasünder mit skandinavischem Gespür für Absurdität. Wenn Halla vor Hubschraubern über die Heide flieht, steht ein Jazz-Trio zwischen Flechten und Moosen im Hintergrund. Von Kathleen Hildebrand

Bild: dpa 13. Dezember 2018, 13:262018-12-13 13:26:30 © SZ.de/jmau