Filmfest-Tipp des Tages Ein Ehrenpreis für Atze Brauner

Der älteste Filmproduzent Deutschlands wird ausgezeichnet

Am letzten Filmfest-Tag gibt es noch einmal jede Menge Preise, unter anderem den "Arri/Osram Award", den "Cinevision Award" oder den "Bayern 2-und SZ-Publikumspreis". Die erste Auszeichnung des Tages geht jedoch an den ältesten Filmproduzenten der Republik: Artur Brauner wird im August 99 Jahre alt, seine CCC-Filmproduktion stellt seit mehr als siebzig Jahren Filme her. Dafür wird der Berliner mit dem Ehrenpreis der Interfilm-Akademie ausgezeichnet. Brauner hat das Nachkriegskino geprägt wie kein anderer, mit Kinohits wie "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse" oder "Der brave Soldat Schwejk", aber auch mit anspruchsvollen Dramen wie "Die weiße Rose" oder "Hitlerjunge Salomon". Heute führt seine Tochter Alice die CCC-Geschäfte. Soweit es seine Gesundheit zulässt, wird Artur Brauner aber am Samstag, 13 Uhr, an der Preisverleihung in der Black Box im Gasteig teilnehmen. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss wird die Doku "Marina, Mabuse und Morituri" gezeigt, eine filmische Würdigung von Brauners Lebenswerk; zu Worte kommen darin Weggefährten wie Mario Adorf, Armin Mueller-Stahl und Berlinale-Chef Dieter Kosslick.

Marina, Mabuse und Morituri, D 2017, Regie: Kathrin Anderson, Sa., 1. Juli, 14.30 Uhr, Rio Filmpalast, Rosenheimer Straße 46