Filmfestival VenedigGoldener Löwe geht an Jim Jarmusch

Lesezeit: 1 Min.

Regisseur Jim Jarmusch nimmt den Goldenen Löwen für „Father Mother Sister Brother“ entgegen.
Regisseur Jim Jarmusch nimmt den Goldenen Löwen für „Father Mother Sister Brother“ entgegen.
Alessandra Tarantino/Invision/AP

Der US-amerikanische Regisseur wird für das Familiendrama „Father Mother Sister Brother“ mit dem wichtigsten Preis der Filmfestspiele ausgezeichnet. Der Jurypreis geht an „The Voice of Hind Rajab“.

SZ bei Google bevorzugen

Der Goldene Löwe des Filmfestivals Venedig geht an „Father Mother Sister Brother“ des US-amerikanischen Regisseurs Jim Jarmusch. Das gab die Jury am Abend bekannt.

Der Film setzt sich in drei Episoden mit den komplexen Beziehungen zwischen erwachsenen Kindern und ihren Eltern auseinander - und der Sprachlosigkeit, die dabei oft herrscht. Unter anderen spielen Cate Blanchett, Tom Waits, Adam Driver, Charlotte Rampling und Vicky Krieps mit.

Jarmusch (72) setzt in dem Film auf subtile Beobachtungen und wiederkehrende Motive. Gesten, Blicke und Pausen verraten in „Father Mother Sister Brother“ viel über die Beziehungen der Familienmitglieder. Der US-Amerikaner zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen Autorenfilmern (“Night on Earth“, „Only Lovers Left Alive“).

Jurypreis geht an „The Voice of Hind Rajab“

Der zweitwichtigste Preis der Filmfestspiele, der Große Preis der Jury, ging an „The Voice of Hind Rajab“ von Kaouther Ben Hania. Die Tunesierin erzählt darin von den letzten Momenten im Leben des palästinensischen Mädchens Hind Rajab im Gazastreifen. Es starb im Januar 2024 bei der Flucht seiner Familie aus der Stadt Gaza. Das Werk, das den Hamas-Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 als Auslöser des Krieges im Gazastreifen nicht thematisiert, wurde unter anderen von Brad Pitt und Joaquin Phoenix produziert.

Der Silberne Löwe für die beste Regie ging an den US-Amerikaner Benny Safdie für sein Wrestling-Drama „The Smashing Machine“ mit Dwayne „The Rock“ Johnson und Emily Blunt.

Die 82. Filmfestspiele Venedig, die am 27. August begonnen hatten, zählen neben den Filmfestspielen in Cannes zu den bedeutendsten der Welt. Im diesjährigen Wettbewerb hatten 21 Werke um die Hauptpreise konkurriert. Die Auszeichnungen wurden von einer internationalen Jury verliehen. Vorsitzender war der US-amerikanische Regisseur Alexander Payne.

© SZ/dpa/nadl - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Kino
:Je erfolgreicher der Bösewicht, desto besser der Film

Jude Law spielt Putin in Olivier Assayas' „Le Mage du Kremlin“. Der Film verlangt seinem Publikum einiges ab - weil er sich ein genaueres Bild von der Welt macht als viele andere Werke bei den Filmfestspielen in Venedig.

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: